Funktionsweise des Rollrechens:

In die Rechenkammer soll die Rollrechenanlage so eingelassen werden, dass seitlich so gut wie kein Spalt zwischen dem als Rechen wirksamen Stahlgewebeband und dem Bauwerk besteht. Die Anlage steht unter einem Winkel von z.B. 45° zur Gerinnesohle und sollte so konzipiert sein, dass durch Gummilaschen der erforderliche Spalt zwischen Rechenanlage und Gerinnesohle abgedichtet wird. Die Maschenweite des Stahlgewebebandes beträgt 15 mm x 8 mm, auf welches sogenannte Mitnehmer oder Schöpftaschen montiert sind, die dazu dienen, die Fische aus dem Wasser zu heben und über die Spülrinne in das Unterwasser zu befördern: Der Rollrechen aus nichtrostendem Stahlgewebe ist als Endlosband konzipiert und wird über zwei Umlenkwalzen angetrieben, so dass die Fische über die Mitnehmer „aus dem Wasser geschöpft werden“. Nach der Umlenkung am oberen Ende werden die Fische zusammen mit den angeschwemmten Schwimmstoffen in eine dahinterliegende Spülrinne abgeworfen. Mit dem Wasser aus dem Mitnehmer werden diese z.B. über eine Rinne unterhalb der Turbine in das Unterwasser befördert.
Der Rollrechen wird automatisch gesteuert. Dieses geschieht entweder über einen Schwimmerschalter und läuft dann nur bei Bedarf oder über eine Zeitintervallschaltung, die je nach Situation und Erfahrung im laufenden Betrieb verändert werden kann.
Im Oberwasser werden die abstiegswilligen Fische über einen Einlaufbereich zur Turbine und somit zum Rollrechen geführt. Die Anströmgeschwindigkeit sollte am Rollrechen durch entsprechende Positionierung auf maximal 0,5 m/s reduziert werden. Dieses sind Strömungsgeschwindigkeiten, die von der Fischfauna rhithraler Gewässer generell erreicht und bewältigt werden können. Somit entstehen keine Schäden durch eine zu starke Anpressung. Die Fische gelangen über die Spülrinne an der Turbine vorbei und werden weiter in das Unterwasser befördert.
Eine spätere Funktionskontrolle ist durch den Einbau eines Reusenkastens entweder am Ende der Spülrinne oder über eine Öffnung in der Rinne und ein eingestautes Betonbecken möglich.
Sollte sich beim laufenden Betrieb bzw. der Funktionskontrolle Mängel erweisen, so sind weitere Verbesserungen möglich.
zurück