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Letzte Änderungen:30.05.2014

Aktuell

Kleinwindkraft: Tips und Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit

Auch wenn die Installation einer Kleinwindkraftanlage am Gebäude oder auf dem eigenen Grundstück mehr Autonomie bringt und die Verbesserung der Selbstversorgung verspricht, so sind die Anlagen bis zum jetzigen Standpunkt selten wirtschaftlich.

Hier ein paar nähere Hinweise zur Projektierung von Kleinwindanlagen:

  • In Schleswig-Holstein ist die Installation einer Kleinwindkraftanlage über einen Erlass geregelt: "Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit in Schleswig-Holstein", hier der vollständige Text:

    Kleinwindkraft_Erlass_SH
     
  • Im einzelnen sind besonders die Abstandsregelungen im Erlass zu berücksichtigen. Demnach sind Abstände der vierfachen Anlagenhöhe zum Nachbarn einzuhalten. Genehmigungsfähig sind in der Regel also nur Anlagen auf einem ausreichend großen Grundstück.
     
  • Wirtschaftlich sind die Anlagen in der Regel nicht. Lohnenswert ist die Installation insbesondere dann, wenn ein hoher Eigenstromverbrauch vorhanden ist und windexponierte Standorte vorhanden sind.
     
  • Vorsicht: viele Kleinwindkraftanlagen funktionieren offensichtlich nicht wie von den Herstellern angekündigt. Siehe hierzu zum Beispiel ein Artikel aus der TAZ vom 29.05.2010.
     
  • Wir prüfen gerne ihren Standort, dazu bieten wir u.a. auch Referenzmessungen über einen Messmast an. Aufgrund der recht hohen Investitionskosten von mindestens 15.000 Euro für eine Kleinwinkraftanlage ist eine vorherige genaue Untersuchung der Windverhältnisse eigentlich Grundvoraussetzung. Auch bei der weiteren Genehmigung sind wir gerne behilflich. Bitte kontaktieren Sie uns unter kleinwindkraft@wasserbodenstein.de oder über die allgemeinen Kontaktdaten.
     
  • Weitere Informationen gibt es auf der Seite der www.kleinwindanlagen.de. Dieses ist derzeit die ausführlichste Quelle.

 

Planung von PV-Freiflächenanlagen

unter

Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange

Photovoltaik ist eine der zukunftsträchtigsten Techniken zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Sie ist mit Hilfe des EEG auch für den Einsatz in Mitteleuropa und Norddeutschland geeignet.

So sind bis 2005 bereits rund 100 PV-Freiflächenanlagen in Deutschland in Betrieb gegangen.

Projektierung von PV-Freiflächenanlagen

Bei der Projektierung von PV-Freiflächenanlagen ist in erster Linie das Vorhaben in Einstimmung mit dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan zu erstellen, ggf. müssen diese entsprechend geändert werden.

Naturschutzbelange spielen meist nur eine untergeordnete Rolle und werden über einen Grünordnungsplan und evtl. ein kleines Gutachten abgedeckt. Besonders große Bewilligungshürden stellen diese in der Regel aber nicht dar und auch der Kostenfaktor ist gering.

Soweit die Kommune einer geplanten Anlage positiv gegenübersteht (was vorauszusetzen ist), wird diese auch aus naturschutzfachlicher Sicht keine unnötigen Hindernisse in Bezug auf den Naturschutz und die Eingriffsregelung in den Weg legen.
 

Berücksichtigung naturschutzfachlicher Belange

Trotzdem sind natürlich Naturschutzinteressen sowohl bei der Standortwahl als auch bei der konkreten Ausgestaltung der Anlage sowie bei deren Betrieb bzw. begleitenden Maßnahmen zu berücksichtigen. Sie beschränken sich i.d.R. in der Planungsphase auf

  • eine Bestandserhebung auf der beplanten Fläche und dem nahen Umfeld (maximal ca. 500 m Umkreis),
     
  • die Berücksichtigung ggf. vorhandener Schutzgebiete und allgemeiner naturschuzfachlicher Regelegungen (allg. Umweltprüfung) sowie
     
  • eine landschaftsästhetische Einbindung der geplanten Anlage.

Im weiteren Verlauf ist vor allem die Anwendung der Eingriffsregelung und der Ausarbeitung von notwendigen Kompensationsmaßnahmen von Belang.


Standortwahl

Vorbelastete Flächen

Bei der Standortwahl sollten bevorzugt Flächen mit hoher Vorbelastung und geringer naturschutzfachlicher Bedeutung gewählt werden.

Dies können zum Beispiel vorbelastete Flächen, sogenannte "Brownfields", mit hohem Versiegelungsgrad oder hoher Bodenverdichtung sein. Diese Brownfields können z.B. Gewerbegebiete, Militärflächen, Mülldeponien, Tagebau, Flugplätze etc. sein. Entscheidend ist dabei häufig, inwieweit die Brownfields bereits in die kommunale Planungen eingebunden sind:

  • Wurden bereits Bereitstellungsmaßnahmen und Infrastrukturmaßnahmen getroffen?
     
  • Ist der Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan bereits für die Brownfields gültig?
     
  • Auch die Naturschutzbelange können entsprechend von sehr unterschiedlicher Bedeutung sein: Besteht bereits eine Versiegelung/Bebauung der Fläche?
    Wie lange ist die Fläche bereits aus der Nutzung?

Besonderes Augenmerk ist z.B. auch auf die Möglichkeit von bestehenden Flächenbelastungen (Altlasten) zu richten. Hier lässt sich aber häufig über entsprechende Vereinbarungen mit der zuständigen Kommune eine Risikominimierung in Bezug auf die Kosten für eine evtl. notwendige Sanierung erreichen.

Anwendung von GIS zur Standortwahl

Die Anwendung von GIS, bietet den Vorteil, flächendeckend Rauminformationen zum Aufbau einer Suchkulisse zu nutzen. So lassen sich sowohl potenziell besonders geeignete Flächen auswählen, als auch Restriktionsflächen festlegen, die für eine weitere Auswahl der Flächen als ungeeignet eingestuft werden.

Neben den Informationen aus den topographischen Kartenwerken sind allgemein auch weitere Informationen räumlich verfügbar, die in das GIS eingebaut werden können. Dieses können z.B. sein:

  • bestimmte Brownfield-Typen (Tagebauflächen, Industrieflächen, Mülldeponien etc.),
     
  • ebene Ackerflächen und sonstige Nutzflächen,
     
  • Informationen über die Lage von Strom-Leitungsnetzen, Umspannwerken etc.

Projekte

Im Jahr 2008 haben wir das erste Mal eine Standortfindung für PV-Freiflächenanlagen in Tschechien begleitet. Das Projekt umfasste eine naturschutzfachliche Voreinschätzung geeigneter Flächen und die Vorbereitung einer Standortfindung mit Hilfe von GIS. Weitere Projekte sollen folgen. zurück

siehe auch: Leistungsumfang “regenerative Energien”

 

 

Wasserkraftwerke naturverträglich planen:

Technische Neuerungen an Wasserkraftanlagen können die Situation für die Fische und andere Lebensgemeinschaften im Gewässer wesentlich verbessern.

Wasserkraftschnecke

Ein gefahrloser Fischabstieg ist bei Wasserkraftanlagen häufig ein großes Problem. Zum einen besteht die Gefahr, dass die Fische aufgrund eines alten bzw. fehlerhaften Rechens in die Turbine gelangen und dort getötet werden und zum anderen besteht das Problem, dass die Fische generell nicht flussabwärts wandern können, weil ein Fischabstieg durch die Turbine nicht möglich ist und andere Abstiegsmöglichkeiten nicht vorgehalten werden oder nicht funktionstüchtig sind. Eine neue Form der Stromgewinnung durch Wasserkraft bietet die Wasserkraftschnecke, die nach bisheriger Kenntnis keine Fischschäden verursacht und über die ein Fischabstieg ermöglicht wird. Somit kann beim Einbau einer Wasserkraftschnecke auf einen Feinrechens i.d.R. verzichtet werden.
Das Prinzip der Wasserschnecke ist aus der Abwassertechnik bekannt und wird als energetische Umkehrung durch die Kraft des Wassers zur Stromgewinnung genutzt.

Bei mehreren Projekten, an denen ich beteiligt bin, setzen wir die Wasserkraftschnecke als Alternative zur Turbine ein. Während zwei Wasserkraftwerke mit Schnecken noch in der Planungs- bzw. Genehmigungsphase sind, ist ein Projekt in Thale an der Bode (Sachsen-Anhalt) bereits verwirklicht (Projektliste Hydrologie).

Wasserkraftschnecke

Der Einsatz einer Wasserkraftschnecke bietet insbesondere zur Nutzung der Restwassermenge bei Ausleitungsstrecken eine interessante Alternative oder Ergänzung zur Turbine. Um hohe Restwassermengen im Flussbett garantieren zu können und somit einen ökologisch tragbaren Zustand am Fließgewässer zu garantieren, gleichzeitig aber noch eine energetische Nutzung zu erreichen, läßt sich am Abschlagswehr häufig eine Wasserkraftschnecke einbauen. Wenn hier vorher kein Fischabstieg möglich war, so besteht durch die Wasserkraftschnecke zusätzlich eine ökologische Verbesserung des Fließgewässers durch eine kontinuierliche Abstiegsmöglichkeit für Fische. 

Die Herstellerfirma: Ritz-Atro Pumpwerksbau GmbH

Beispiele von Wasserkraftschnecken:

Weitere Informationen zur Funktionsweise und der ökologischen Bewertung

 

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